Vorläufiges Programm*

Montag, 21. September 2020

08:30 Uhr
Registrierung zur Veranstaltung
09:15 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter

SEMINARE VORMITTAG

09:30 Uhr

Parallele Seminare Vormittag (Kaffeepause 11:00-11:30)
Seminar 1 - Softwaremetriken zur Bewertung von IEC 61131-3-konformen Steuerungssoftwarevarianten als Basis für geplante Wiederverwendung
Referent: Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser | TU München

Prof. Vogel-Heuser studierte Elektrotechnik (1987, Dipl. Ing.) und promovierte im Bereich Maschinenbau an der RWTH Aachen (1990, Dr. Ing.). Sie sammelte zehn Jahre Industrieerfahrung, u.a. als technischer Geschäftsführer in der Siempelkamp Gruppe (Anlagenbau). Nach Berufungen in Hagen, Wuppertal und Kassel übernahm sie den Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme an der TUM (2009). Sie ist Sprecherin des Sonderforschungsbereichs 768: „Zyklenmanagement von Innovationsprozessen“, Mitglied im Coordination Board des DFG-Schwerpunktprogramms 1593 „Design for Future“ und Mitglied in der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften e.V. (acatech). Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Vogel-Heuser (*1961) liegen im Bereich des System- und Software-Engineerings sowie in der Modellierung von verteilten und zuverlässigen eingebetteten Systemen. Insbesondere stehen die Herausforderungen, welche sich aus der steigenden Nachfrage nach kundenspezifischen Produkten im Anlagenbau ergeben, im Fokus. Zudem sind auch hybride Prozesse und heterogen verteilte, intelligente Systeme unter Einbezug der Mensch-Maschine-Interaktion Teil ihrer Forschung.

Referent: Eva-Maria Neumann | TU München

Eva-Maria Neumann absolvierte 2018 ihren Master in Maschinenwesen. Im Januar 2019 startete sie ihre Promotion am Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme der Technischen Universität München. Zu ihren Schwerpunkten zählt unter anderem die Entwicklung objektiver Indikatoren und Metriken zur Messung verschiedener Qualitätsattribute von IEC 61131-3 Steuerungssoftware.

Referent: Juliane Fischer  | TU München
Seminar 2 - Linux als guter Integrator in der Automatisierungstechnik
Referent: Andreas Klinger | IT-Klinger

Andreas Klinger ist selbständiger Trainer und Entwickler. Seit Abschluss des Studiums der Elektrotechnik im Jahre 1998 arbeitet er im Bereich der systemnahen Softwareentwicklung mit den Schwerpunkten Treiberentwicklung, Embedded Linux und Echtzeit. Als Spezialist für Linux beschäftigt er sich mit dem internen Aufbau des Kernels, den Systemmechanismen sowie vor allem mit deren Einsatz in Embedded Systemen. ESE-Kongress-Referent 2008 bis 2018; Speaker-Award erhalten in 2011, 2014 und 2018; zahlreiche Fachartikel unter anderem im ESE-Report u. in der Elektronik-Praxis

Seminar 3 - Digitale Zwillinge in 3D zum Testen von Steuerungssoftware
Referent: Michael Eberle | Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG

Michael Eberle studierte Elektrotechnik an der TU Graz und leitet bei Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG die Abteilung für Modellierung und Simulation. In seiner Funktion ist er unter anderem für die Entwicklung einer intelligenten Software zur Erstellung und Simulation modellbasierter digitaler Zwillinge verantwortlich.

13:00 Uhr
Mittagspause

SEMINARE NACHMITTAG

14:00 Uhr

Parallele Seminare Nachmittag (Kaffeepause 15:30-16:00)
Seminar 4 - Eigene Apps für die Anlagensteuerung: Mit Open Source Software die Funktionen der SPS flexibel erweitern
Referent: Johannes Kinzig | Spektrum Ingenieurgesellschaft mbH
Seminar 5 - Condition-Monitoring-Anwendungen per Machine Learning realisieren
Referent: Klaus-Dieter Walter | SSV Software Systems GmbH

Klaus-Dieter Walter ist CEO der SSV Software Systems GmbH in Hannover und durch Vorträge auf internationalen Veranstaltungen sowie Beiträge in Fachzeitschriften bekannt und hat vier Fachbücher zum Themenbereich Embedded Systeme veröffentlicht. 2007 hat er den M2M Alliance e.V. mitgegründet und war viele Jahre im Vorstand. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des Industrieforums VHPready, um einen Kommunikationsstandard für Virtuelle Kraftwerke zu schaffen und ist seit 2012 in der Expertengruppe Internet der Dinge innerhalb der Fokusgruppe Intelligente Vernetzung des Digital Gipfel der Bundesregierung.

Seminar 6 - Echtzeit, Rechtzeitigkeit und Gleichzeitigkeit – Zeitsynchronisation über Netzwerke als Grundlage von Gleichzeitigkeit
Referent: Prof. Dr. Christian Siemers | TU Clausthal

Geboren in Kiel verblieb er dort bis zum Ende des (Physik- und Mathematik-) Studiums und der Promotion. Darauf folgten einige Jahre in der Industrie, so in München bei Siemens und in Lübeck bei der Dräger AG. Seit 1993 ist er Professor an einer Fachhochschule, zunächst in Stralsund, später in Heide (Holstein), seit 2002 in Nordhausen. Sein Fachgebiet ist im Bereich der Technischen Informatik, seine besonderen Interessen liegen bei programmierbaren Systemen, Rechnerarchitektur und FPGAs, dem Hardware/Software Interface, Hardware/Software Co-Design und der hardwarenahen Softwareentwicklung. Seit 2008 ist er ständig zu 50%, aktuell zu 80% an der TU Clausthal tätig, im Bereich der Technischen Informatik sowie der Automatisierungstechnik.

17:30 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages

Dienstag, 22. September 2020

08:00 Uhr
Registrierung zur Veranstaltung
08:45 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter

TRACK 1 VORMITTAGS

08:50 Uhr

Track 1 Vormittags
09:00 Uhr: Modellierung vernetzter Eingebetteter Steuerungssysteme mit der IEC 61499 – Effiziente Entwicklung verteilte Steuerungssysteme für die Industrieautomatisierung (80 min)
Referent: Prof. Dr. Alois Zoitl | Johannes Kepler Universität Linz
10:10 Uhr: Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
10:40 Uhr: Zielsystemunabhängiger modellbasierter Entwurf auf der Basis von MATLAB/ Simulink mit automatischer Code-Generierung für einen Mischprozess
Referent: Prof. Dr.-Ing. Bernd Büchau | Hochschule Stralsund
Referent: Gerald Gröbe | Hochschule Stralsund
11:20 Uhr: tba
Referent: N. N.

TRACK 2 VORMITTAGS

08:50 Uhr

Track 2 Vormittags
08:50 Uhr: Gleichzeitigkeit durch streng synchrones Netzwerk
Referent: Prof. Dr. Christian Siemers | TU Clausthal

Geboren in Kiel verblieb er dort bis zum Ende des (Physik- und Mathematik-) Studiums und der Promotion. Darauf folgten einige Jahre in der Industrie, so in München bei Siemens und in Lübeck bei der Dräger AG. Seit 1993 ist er Professor an einer Fachhochschule, zunächst in Stralsund, später in Heide (Holstein), seit 2002 in Nordhausen. Sein Fachgebiet ist im Bereich der Technischen Informatik, seine besonderen Interessen liegen bei programmierbaren Systemen, Rechnerarchitektur und FPGAs, dem Hardware/Software Interface, Hardware/Software Co-Design und der hardwarenahen Softwareentwicklung. Seit 2008 ist er ständig zu 50%, aktuell zu 80% an der TU Clausthal tätig, im Bereich der Technischen Informatik sowie der Automatisierungstechnik.

09:30 Uhr: Messung des Zeitverhaltens beim Hardwarezugriff im Betriebssystem Linux
Referent: Andreas Klinger | IT-Klinger

Andreas Klinger ist selbständiger Trainer und Entwickler. Seit Abschluss des Studiums der Elektrotechnik im Jahre 1998 arbeitet er im Bereich der systemnahen Softwareentwicklung mit den Schwerpunkten Treiberentwicklung, Embedded Linux und Echtzeit. Als Spezialist für Linux beschäftigt er sich mit dem internen Aufbau des Kernels, den Systemmechanismen sowie vor allem mit deren Einsatz in Embedded Systemen. ESE-Kongress-Referent 2008 bis 2018; Speaker-Award erhalten in 2011, 2014 und 2018; zahlreiche Fachartikel unter anderem im ESE-Report u. in der Elektronik-Praxis

10:10 Uhr: Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
10:40 Uhr: Vereinfachung der Sicherheitsentwicklung durch die Integration fertiger modularer Sicherheitsfunktionen
Referent: Peter Brinkmann | Brinkmann Electronic Berlin GmbH
11:20 Uhr: With a little help from my cloud: Wie Industrie 4.0 beim Software-Engineering unterstützt
Referent: Roland Wagner | CODESYS/3S-Smart Software Solutions GmbH

Roland Wagner ist seit 1999 bei 3S-Smart Software Solutions tätig. Seit einigen Jahren ist er verantwortlich für das Produktmarketing des Unternehmens. Durch häufige Teilnahme an Kongressen und Vortragsveranstaltungen sowie zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften ist er als Redner und Autor in Automatisierungs-Fachkreisen bekannt. Seine CODESYS-Seminare zeichnen sich durch hohe Praxisrelevanz und breite Fachkenntnis aus.

12:05 Uhr
Gemeinsame Keynote ASE & i-edge: Maschinelles Lernen on-the-edge: Alles andere als Stand der Technik
Referent: Prof. Dr. Oliver Niggemann | Universität der Bundeswehr Hamburg
12:45 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung

TRACK 1 NACHMITTAGS

13:45 Uhr

Track 1 Nachmittags
13:45 Uhr: Von der Hochsprachenprogrammierung lernen: Methodische Entwicklung von IEC-61131-3-Software-Applikationen
Referent: Martin Decker | 3S-Smart Software Solutions GmbH
14:25 Uhr: Code Smells: Stinkt Ihr SPS-Code? Wie Sie Stinker finden und beseitigen
Referent: Roland Wagner | CODESYS/3S-Smart Software Solutions GmbH

Roland Wagner ist seit 1999 bei 3S-Smart Software Solutions tätig. Seit einigen Jahren ist er verantwortlich für das Produktmarketing des Unternehmens. Durch häufige Teilnahme an Kongressen und Vortragsveranstaltungen sowie zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften ist er als Redner und Autor in Automatisierungs-Fachkreisen bekannt. Seine CODESYS-Seminare zeichnen sich durch hohe Praxisrelevanz und breite Fachkenntnis aus.

15:05 Uhr: Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
15:35 Uhr: Steuerungssoftware auf Knopfdruck – Softwareautomatisierung im Maschinen- und Anlagenbau
Referent: Thorsten Koch | Fraunhofer IEM
16:15 Uhr: Mit Git Zeit sparen und Sicherheit gewinnen: Wie Sie die drei häufigsten Fehler bei der Verwendung der Quellcodeverwaltung git vermeiden
Referent: Stefan Munz

TRACK 2 NACHMITTAGS

13:45 Uhr

Track 2 Nachmittags
13:45 Uhr: Entwickeln und Testen von Automatisierungssystemen der Zukunft
Referent: Michael Eberle | Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG

Michael Eberle studierte Elektrotechnik an der TU Graz und leitet bei Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG die Abteilung für Modellierung und Simulation. In seiner Funktion ist er unter anderem für die Entwicklung einer intelligenten Software zur Erstellung und Simulation modellbasierter digitaler Zwillinge verantwortlich.

14:25 Uhr: Schnell zu sicheren Anwendungen: Ein Safety-Baukasten für das IIoT-Zeitalter
Referent: Axel Helmerth | ISH GmbH
Referent: Heinrich Steininger | logi.cals GmbH
15:05 Uhr: Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
15:35 Uhr: Test the Test – Automatische Qualitätsprüfung von Testfällen durch Mutationstests
Referent: Michael Wittner | Razorcat Development GmbH

Dipl.-Inform. Michael Wittner ist seit vielen Jahren im Bereich Software-Entwicklung und Test tätig. Nach dem Studium der Informatik an der TU Berlin arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Daimler AG an der Entwicklung von Testmethoden und Testwerkzeugen. Seit 1997 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Razorcat Development GmbH, dem Hersteller des Unit-Testtools TESSY und CTE sowie des Testmanagement-Tools ITE und der Testspezifikationssprache CCDL.

16:15 Uhr: The Pursuit of Perfection – An Effective Embedded Unit Test Process for Efficient Testing
Referent: Sandra Petrecher | QA Systems GmbH
17:00 Uhr
Ende des zweiten Veranstaltungstages
18:00 Uhr
Gemeinsame Abendveranstaltung mit Networking

Mittwoch, 23. September 2020

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:45 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter
08:50 Uhr
Architekturen für das Industrial IoT mehr
Zur Identifikation der Anforderungen mit dem größten Einfluss auf die Qualität eines System wird eine einfache Klassifikation betrachtet. Diese Anforderungen sind die Architekturtreiber und müssen bereits am Anfang der Entwicklung berücksichtigt werden. Sie prägen die Architektur, indem weitreichende Entscheidungen auf dieser Basis getroffen werden.
Im Vortrag wird eine in der Praxis erprobte Vorlage zur Dokumentation von Entscheidungen vorgestellt. Die Umsetzung erfolgt auf der Architekturebene durch zu den Anforderungen passende Architekturmuster (wie zum Beispiel Schichtenarchitektur).
Die Entscheidungen und die resultierende Architektur müssen in geeigneter Form dokumentiert werden. Dazu sind Architekturmodelle gut geeignet, auch als wichtiges Vehikel zur Kommunikation im Entwicklungsteam.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Klassifikation von Anforderungen
  • Dokumentation von Design-Entscheidungen
  • Nutzen von Architekturmodellen

Referent: Dr. Andreas Angerer | XITASO GmbH
09:30 Uhr
Zeit für Engineering 4.0 – Automatisierung für das industrielle Internet der Dinge mehr
Im Bereich automatisierter Produktionssysteme (aPS) ist Softwaremodularität eine entscheidende Grundvoraussetzung für Unternehmen, um die aktuellen Herausforderungen in der Automatisierungstechnik zu meistern und wettbewerbsfähig zu bleiben. Aus vorangegangenen Codeanalysen in der Industrie geht jedoch hervor, dass Unternehmen in der Automatisierungstechnik immer noch Schwierigkeiten haben, Software gezielt wiederzuverwenden sowie geeignete Softwarehierarchien für individuelle Randbedingungen zu definieren und umzusetzen. Dazu werden in der Informatik u.a. Softwaremetriken genutzt, um bestimmte Eigenschaften der Software zu quantifizieren und somit auf einer objektiven Basis Schwachstellen zu identifizieren. In der Automatisierungstechnik hingegen finden solche Metriken bisher nur wenig Anwendung: Software in aPS geht mit bestimmten Randbedingungen einher wie beispielsweise harten Echtzeitanforderungen, Einflüssen aus anderen Disziplinen (z.B. Elektrotechnik oder Mechanik) oder der Verwendung spezieller Programmiersprachen, die durch die Norm IEC 61131-3 definiert sind. Diese Randbedingungen werden von etablierten Metriken aus der Informatik nicht berücksichtigt. Folglich ist es Ziel dieses Beitrags, aufzuzeigen, wie geeignete Metriken für Software in aPS definiert werden können und welche Vorteile die Anwendung von Metriken in Bezug auf die Softwarequalität mit sich bringen. Konkret werden dazu Metriken vorgestellt, die speziell für die Anwendung in der Automatisierungstechnik konzipiert wurden, sowie die Ergebnisse aus entsprechenden Industrieevaluationen.
In einer vorangegangenen Arbeit wurde bereits untersucht, wie mit Hilfe einer Metrik die Reife eines Softwaremoduls bestimmt werden kann, um ein objektives Maß für die Wiederverwendbarkeit eines Bausteins abzuleiten. Darauf aufbauend wurde die Metrik im Rahmen einer Evaluation an Industriecode erweitert und optimiert mit dem Ziel, besonders kritische Bausteine zu identifizieren, die ggf. individuell getestet werden sollten. Außerdem werden die Ergebnisse einer weiteren Metrik vorgestellt, die für die Anwendung auf Funktionsbausteinsprache (FBD) entwickelt wurde – eine graphische, netzwerkbasierte Sprache der IEC 61131-3, die in aPS häufig zum Einsatz kommt. Ziel der Metrik ist die Bestimmung der strukturellen Komplexität von Netzwerken. Die resultierende Metrik wurde in Kooperation mit einem Unternehmen aus der Verpackungsindustrie evaluiert, das die Ergebnisse nutzt, um besonders komplexe Netzwerke zu identifizieren und diese – wenn möglich – nachzubessern. Darüber hinaus wird derzeit im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojektes des Lehrstuhls AIS in Zusammenarbeit mit Schneider Electric zum Thema Softwarearchitekturen in aPS untersucht, wie bestimmte Einflussfaktoren auf die Architektur mit Hilfe von Metriken quantifiziert werden können. Die Ergebnisse sowie die Vorteile für potentielle Anwender dieser Metriken werden vorgestellt. Zudem werden die Vorteile einer cloud-basierten Codeanalyse präsentiert, die es ermöglicht, Metrikergebnisse einerseits zu visualisieren und andererseits die analysierten Daten zu nutzen, um Änderungen von Qualitätsattributen während eines bestimmten Zeitraums zu identifizieren und Trends zu erkennen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Herausforderungen und Strategien zur objektiven Qualitätsbewertung von IEC 61131-3 Steuerungssoftware
  • Vorteile und Chancen durch cloud-basierte Codeanalyse

Referent: Marcus Mittermayr | logi.cals GmbH
10:10 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
10:40 Uhr
Sigfox 0G-Netz in der digitalisierten Fabrik 4.0 mehr
Software Architektur ist eine anerkannte Disziplin des System und Software Engineerings. Software Architektur legt das Fundament für eine effiziente und nachhaltige Software-Entwicklung. Veraltete Architekturmodelle stellen ein Risiko für die Modelle selbst und den Erfolg des Projekts insgesamt dar. Durch den Einsatz hierarchischer Reflexionsmodelle gleicht die Axivion Suite kontinuierlich das Architekturmodell mit seiner Implementierung ab, so dass die Architekturmodelle ihre Hebelwirkung auf die Qualität der Systemstrukturen über den gesamten Lebenszyklus des Systems hinweg entfalten können.
Continuous Refactoring: In den vergangenen Jahrzehnten entwickelten sich die Vorgehensmodelle von wasserfallartigen Entwicklungsprozessen hin zu agilen Ansätzen. Diese agilen Ansätze versprechen ein flexibles, schnelles und nutzerorientiertes Vorgehen. Durch mehrere Iterationen in der Software-Entwicklung wurde die Idee des “Refactorings” populär.
Refactoring vereinfacht zukünftige Entwicklungszyklen durch die Verbesserung der inneren Qualität der Software unter gleichzeitiger Beibehaltung der Funktionalität für den Endnutzer. Dadurch kann man die Komplexität einer Software einige Zeit oder Iterationen lang anwachsen lassen und dabei akzeptieren, dass Software Erosion (auch bekannt als technische Schulden und “software decay”) entsteht. Diesen Effekten muss man durch explizit geplante Aufräumschritte entgegentreten. Aufräumaktionen werden typischerweise kurz bevor oder nach einem Produktionsrelease eingeplant. Auch wenn dieser Ansatz des “software gardenings”, inspiriert durch die Idee des Wachsenlassens und Zurückschneidens (“grow and prune”), faszinierend klingt, geht er in der Praxis kaum auf, denn “das Release ist morgen/war gestern, daher …”
  1. Zeit – “… haben wir jetzt nicht die Zeit fürs Aufräumen.”
  2. Risiko – “… wollen wir keine neuen Fehler einführen.”
  3. Budget – “…warum sollten wir etwas ändern, was der Endnutzer nicht einmal wahrnimmt?”
Die Lösung für solche frustrierenden und fruchtlosen Diskussionen ist ein kontinuierlicher Refactoring-Ansatz. Durch Continuous Refactoring auf einer täglichen Basis werden Zeit, Risiko und Budget viel einfacher einzuschätzen und damit akzeptabel. Anstatt darauf zu warten, dass Software erodiert und erst dann darauf zu reagieren, agiert man sofort und direkt bevor die Erosion ihren Preis fordert. Erfahrung und Forschung zeigen, dass eine aktuelle und erosionsfreie Software Architektur ein großer Hebel für die Produktivität ist. Idealerweise ist daher die Software Architektur ein Ansatzpunkt für Continuous Refactoring.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  1. Warum Architekturen eine wichtige Rolle spielen
  2. Wie Architekturen "lebendig" werden
  3. Wie Architekturen effektiv genutzt werden können

Referent: N. N. | Sigfox Germany GmbH
11:20 Uhr
Sind Industrie 4.0 und IoT wirklich disruptive? mehr
In diesem Vortrag wird die statische Codeanalyse als nutzbringendes Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung der Softwarequalität mit Fokus auf Automatisierungssysteme betrachtet. Zur thematischen Einordnung wird zunächst auf den Wandel der Mechatronik im Maschinen- und Anlagenbau mit einem stetig steigenden Softwareanteil eingegangen, der vor allem dazu führt, dass die Anforderungen an mechatronische Systeme immer komplexer werden. In diesem Wandel gewinnt die Qualitätssicherung von Software für Windmöller & Hölscher und viele andere Firmen zunehmend an Bedeutung.
Eine erfolgreiche Differenzierung im Markt gelingt immer mehr durch Softwareprodukte und intelligente Lösungen. Eine große Herausforderung dabei ist, ein generelles Bewusstsein für die Relevanz von Software- und Softwarequalität zu schaffen, um so auf allen Ebenen im Unternehmen nachhaltig Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse und Verhaltensweisen zu verändern. Dieser Vortrag wird jeweils auf grundsätzliche Themen auf den einzelnen Ebenen eingehen, sowie einfache Beispiele zur Realisierung benennen.
Auf Managementebene ist der Nutzen von Softwarequalität unter anderem durch Minimierung der Zeit zur Markteinführung greifbar. Im Ergebnis entstehen langfristig wartbare Systeme, die durch die hohe Qualität Nacharbeiten vermeiden.  Hohe Softwarequalität führt also direkt zur Ergebnisverbesserung des Unternehmens. Die schwer greifbaren monetären Auswirkungen guter Softwarequalität müssen vor allem durch gute Abschätzungen beziffert werden. Im Vortrag werden einige einfache Beispiele für solche Abschätzungen aufgeführt.
Auf Entwicklungsleiter- und Projektleiterebene ist häufig das Erreichen von messbaren Qualitätszielen relevant. Hierzu ist es oftmals notwendig, die Leistung mehrerer Entwicklungsteams im Sinne von Softwarequalität mit Hilfe von eindeutig definierten Kennzahlen erfassen und diese kontinuierlich verbessern zu können. Auf der Grundlage einer fortlaufenden Analyse dieser Kennzahlen ist es möglich, die Veränderungen in den betroffenen Teams über die Zeit darzustellen und wo notwendig, weitere Maßnahmen einzuleiten. Weiterhin kann entweder teamintern, bereichsübergreifend oder unternehmensweit über diese Kennzahlen ein gemeinsamer Standard definiert werden – somit wird Qualität vergleichbar.
Auf fachlicher Ebene sind Auswahl und Einsatz der richtigen Werkzeuge und Methoden an den richtigen Stellen im Softwareentwicklungsprozess zentral, um eine kontinuierliche Verbesserung zu etablieren. Der Vortrag geht auf einen gemeinsamen Softwareentwicklungsprozess für Applikationen und Automatisierungsprojekte ein und greift die erste Station des Prozesses, die Implementierung als größte Chance zur Verbesserung mit hohem Nutzen-zu-Aufwand-Verhältnis heraus. Hier wird zur Qualitätssteigerung in der Hochsprachenprogrammierung unter anderem die sogenannte „statische Codeanalyse“ verwendet. Im Gegensatz zum Hochsprachenbereich, in dem eine Vielzahl an Tools zur statischen Codeanalyse angeboten wird, gibt es für den Bereich der speicherprogrammierbaren Steuerungen nur vereinzelt Tools. Deshalb entwickeln derzeit die Firmen ITQ und TIOBE ein Tool zur statischen Codeanalyse für SPS-Code und werden dabei von einem Industrie Konsortium unterstützt. Der aktuelle Stand der Entwicklung wird dargestellt und Potenziale sowie Grenzen bewertet.

Referent: Robert Schachner | Embedded4You e.V.
12:05 Uhr
Gemeinsame Keynote ASE & i-edge: How a Cloud/Edge paradigm is disrupting the Automation Industry and why Software is a key Success Driver mehr
In the past decade, software-driven innovations, such as AI and machine learning, have revolutionized the information technology used in other areas of business and society. The result is an automation gap that creates barriers to unleashing the step-change productivity improvements that manufacturers aspire to achieve. Cloud/Edge computing as bridging technology enables true, enterprise ready, software
defined shopfloor solutions. In this talk we discuss Six Key Ingredients of Shop-Floor Automation, or, how can manufacturers and automation providers use edge computing and cloud paradigms to enhance productivity on the shop floor?
Referent: Johannes Boyne | Boston Consulting Group
12:45 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung
13:45 Uhr
Prozess- und Maschinen-Regelung mittels AI basiertem Closed Loop Controller – Moderne Automatisierungstechnik durch künstliche Intelligenz
Referent: Christoph Voigt | Recogizer Analytics
14:25 Uhr
Einsatz immersiver Assistenzsysteme bei operativen (Planungs)-Prozessen
Referent: Prof. Dr.-Ing. Jan Schmitt | Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Referent: Maximilian Rosilius | Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Referent: Prof. Dr.-Ing. Volker Bräutigam | Hochschule Würzburg-Schweinfurt
15:05 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
15:35 Uhr
IIoT für die digitale Fabrik: Mit dem Digitalen Zwilling sicher und effizient zu einem Produktionsleit- und -liniensystem am Beispiel einer Montagelinie für Wasserzähler
Referent: Andreas Gallasch | Software Factory GmbH
16:15 Uhr
Vergleich Predictive-Maintenance-Methoden für Thermosysteme
Referent: Christoph Kammerer | Hochschule Heilbronn
17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
*Programmänderungen vorbehalten

Premium-Sponsor 2020

Partner